Geschichte der Schule

Vorgeschichte

Bereits 1388 wird RHEINAU als Vorstadt von Rastatt genannt. Der Rastatter Stadtteil erlebte in den 50er Jahren einen größeren Bevölkerungszuwachs. Deutsche aus Rumänien und Jugoslawien kehrten aufgrund der Kriegsereignisse nach Deutschland zurück und fanden im Gebiet Rheinau- Süd eine neue Heimat. 1963/64 entstand in Rheinau- West eine neue Siedlung, außerdem das Neubaugebiet Oberwald. Mit dem Bau von Hochhäusern und großen Wohnblocks nahm die Rheinau städtischen Charakter an. Ende der 70er Jahre schließlich wurde das Gebiet am Nordrand erweitert und es entstand Rheinau-Nord. Die 1970 erbaute Johann-Peter-Hebel-Schule, eine Grundschule, reichte bald nicht mehr aus.

1995 Eröffnung der Grund- und Hauptschule Rheinau- Nord

Die Gustav-Heinemann-Schule nahm nach mehrjähriger Bauzeit zum Beginn des Schuljahres 1995/96 als Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule ihren Betrieb auf. Die Hauptschüler der Rheinau, die bis dahin die Max-Jäger-Schule im Stadtgebiet besuchten, gingen nun in die neue Rheinauer Schule. Die Schule mit ihrer modernen Architektur  beherrscht das Bild von Rheinau- Nord. Schulfeste und Konzerte des Chores "Voices of Rheinau" sowie Veranstaltungen der Bürgervereinigung Rheinau e.V. verbinden das Leben im Stadtteil mit dem Schulleben und helfen bei der Integration der neuen Rastatter Bürger, ob sie nun aus Russland, Kasachstan oder der Ukraine kommen. Hier ist die Schule besonders gefordert, denn sie ist der Ort, an dem  unterschiedliche Lebens- und Denkweisen und unterschiedliche Kulturen aufeinanderstoßen und Integration gefördert wird. 

Die Gustav-Heinemann-Schule in Rastatt-Rheinau war bis zum Schuljahr 2014/15 eine Grund- und  Werkrealschule.  Schulleiter war bis zum Schuljahr 2009/10 Herbert Köllner, Konrektor bis zum Schuljahr 2012/13 Bodo Dittrich. Von Anfang an entwickelte das Kollegium der Schule mit großem Engagement ein eigenes Profil, das den Erfordernissen einer modernen Schule einerseits und dem Stadtteil Rheinau mit einem hohen Anteil von Einwohnern mit Migrationshintergrund andererseits gerecht wird. Die Fremdevaluation im Jahre 2010 bestätigte die erfolgreiche Arbeit der Schule. Im Schuljahr 2011/12 wurden ca. 417 Schüler und Schülerinnen von 55 Lehrkräften unterrichtet. Seit 1997 gab es eine Kooperation mit der Pestalozzi-Schule (Schule für geistig behinderte Kinder) und eine Kooperation mit der Schule für körperlich und geistig behinderte Kinder in Langensteinbach. Diese Schüler wurden in Außenklassen unterrichtet. Zu unserem Bedauern liefen diese Kooperationen 2006 bzw. 2007 aus.

Seit dem Schuljahr 2003/04 erprobte die Schule die Kernelemente der Bildungsplanreform in allen Klassenstufen der Grund- und Hauptschule als Versuchsschule. Seit 2004/05 ist die Schule eine Ganztagesschule. Außerdem wurde ein Hort eingerichtet. Ab dem Schuljahr 2009/10 wurden an der Gustav-Heinemann-Schule auch 10. Klassen unterrichtet. Seit dem Schuljahr 2010/11 ist die Gustav-Heinemann-Schule eine Grund- und Werkrealschule, in der neben dem Hauptschulabschluss auch der mittlere Bildungsabschluss erreicht werden kann.  Im Schuljahr 2013/14 wurde die "Werkrealschule im Ried" im Rastatter Stadtteil Wintersdorf Außenstelle der Gustav-Heinemann-Schule. Das Kollegium besteht damit aus fast 60 Lehrern und Lehrerinnen. Schulleiter ist ab dem Schuljahr 2010/11 Andreas von der Forst, Konrektorin ab dem Schuljahr 2013/14 Sonja Walz. Die Außenstelle in Wintersdorf wurde am Ende des Schuljahres 2014/15 geschlossen.

Als eine der wenigen Werkrealschulen in der Umgebung hatte die Gustav-Heinemann-Schule stabile Schülerzahlen und erfreute sich großer Nachfrage. Ab dem Schuljahr 2012/13 hatte sich die Schule auf den Weg zur Gemeinschaftsschule gemacht und ein Pädagogisches Konzept  für die neue Schulart entwickelt. Im September 2015 ging die Gemeinschaftsschule an den Start. Wegen der großen Nachfrage im ersten Jahr wurden einmalig drei Klassen gebildet. Erstmalig begann in diesem Schuljahr die Grundschule als Ganztagesschule.